Desaster in Mauretanien: der Heuschreckenfluch
Nouakchott, 14. November 2004. An diesem
Festtag des Aid Esseghir, Ende des Ramadan, mussten die Mauretanier auf
ihren traditionellen Minztee verzichten. Von Norden nach Süden ist
im ganzen Land kein Minz-Blättchen mehr zu finden! Die Wanderheuschrecken
haben alles gefressen, klagt unser Gastgeber. Mit etwas Glück könne
man Minze auf dem Markt finden, aber die kommt aus Marokko und ist zwanzigmal
so teuer wie sonst.
Nach dem Verschwinden der fliegenden Eindringlinge bietet die Hauptstadt
ein trostloses Bild. Kein Quadratzentimeter Grün ist mehr zu sehen.
Bäume, Blumen und Gemüse sind systematisch zerstört worden.
Nur Quinquinas, deren Blätter für die Heuschrecken giftig sind,
wurden verschont, sowie der Rasen einer Botschaft, der sich nach Überprüfung
als Kunstrasen herausstellte.
Der Angriff hat einen Monat gedauert und fast das gesamte Land getroffen.
Die am schlimmsten geschädigte Gegend ist jedoch der Sahel: mehr als
1,6 Millionen Hektar sind verwüstet. Mehrere Nachbarländer –
Senegal, Mali, Tschad, Burkina – haben ebenfalls sehr unter der Plage
gelitten. "Seit mehr als einem halben Jahrhundert habe ich kein so
großes Desaster erlebt", kommentiert ein Anwalt.
Das Tal des Senegalflusses, in dem ein Großteil der mauretanischen
Nahrungsmittel produziert wird, erscheint einem wie von Attilas Horden zerstört.
Getreide, Obstbäume, Gemüsekulturen sind nur noch eine Erinnerung.
Die Bauern haben alles verloren. Da auch ihre Viehweiden zerstört wurden,
finden sie keine Nahrung mehr für ihre Tiere und sehen sich gezwungen,
die Tiere zu schlachten, um selbst zu überleben.
Eine Woche, bevor die Heuschrecken ihren Abflug beschlossen hatten, schätzte
die FAO (UN-Unter-organisation für Ernährung und Landwirtschaft),
dass die Getreideproduktion zu 50 % - in manchen Gegen-den zu 100 % - zerstört
worden sei. Die mauretanische Regierung geht für 2005 von einem Getreidemangel
von 400.000 t aus, wobei der Bedarf an Getreide bei 560.000 t liegt. In
manchen Gegenden ist die Gefahr einer Hungersnot besonders groß, da
das Land mehrere Jahre hintereinander unter der Trockenheit gelitten hat.
Ahmedou Ould Ahme-dou, Minister für Länd-liche Entwicklung, meint,
dass sein Land auf interna-tionale Hilfe angewiesen sein wird.
Wenn sich auch die Bedrohung durch die Heuschrecken ein wenig entfernt hat
(inzwischen geschah dies teilweise durch die Hilfe aus der Luft: sechs amerikanische
Flugzeuge bzw. Hubschrauber, fünf libysche, zwei französische,
zwei der FAO und ein senegalesisches) ist das jedoch nur ein Aufschub; die
Gefahr ist noch lange nicht gebannt.
Noch vor den kürzlich erfolgten Regenfällen, die unvermeidlich
die Fortpflanzung der Insekten und deren Schwarmbildung begünstigen,
erwarteten die Experten für April 2005 eine noch viel schlimmere Invasion.
Die FAO rechnet mit der Hilfe der Geldgeber, um dringend die Wiederaufnahme
der besonders betroffenen Landwirtschaft im Sahel zu finanzieren. Ganz besonders
soll dabei die Vorsorge ins Auge gefasst werden, damit die Bildung der Schwärme
verhindert werden kann. Auf keinen Fall dürfen die Nachlässigkeiten
und Schlampereien, die der letzten Invasion vorausgegangen waren, wiederholt
werden.
Autor:
Abdelaziz Barrouhi.
In: Jeune Afrique/L'intelligent, No 2289
(21/27 novembre 2004)
(Übersetzung: Marianne Klaissle)
| Cecilien-Gymnasium | ||||||||||||||||||
| Düsseldorf | ||||||||||||||||||
| mit Montessori- und bilingualem Zweig | ||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Homepage | ![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ansprechpartner | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unsere Lage | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Übers Ceci | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unser Leitbild | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ceci von A-Z | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schulprogramm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fächer | Unsere
Schule im Grünen! |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| AG´s | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geschichte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Japanisch | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mauretanien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Berufsvorbereitung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wir werden gesponsert von der Fa Workstation. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Termine | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sport | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die neuen Fünften | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unser Zweig | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Ziele | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Kinder | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Freiarbeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eltern/Lehrer | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Workshop | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Laufbahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorteile | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unterricht | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Theater | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Musik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kunst | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Neue
Medien |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sport | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ehemaligentreffen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basar | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Tag der offenen Tür | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Reading | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Goderville | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Den Haag | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Viareggio | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sonstiges | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unser Hausmeister | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stand: 12.3.2005 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||