Kurzinformation zum Projekt:
Die Impulse zu dem Kunstprojekt stammen von dem Künstler Hinrich Sachs,
der nach einer Ortsbesichtigung im Frühjahr 2004 den beim Umbau so
stark in Mitleidenschaft gezogenen, desolaten Zustand der Grünflächen
aufgriff, seinen Vorschlag Fünf Landschaften des Weltkulturerbes erarbeitete
und damit den Kunst am Bau Wettbewerb Cecilien-Gymnasium gewann.
Wesentlicher Bestandteil seines kommunikativen Konzeptes war, mit einer
Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrern in
einem gemeinsamen Arbeitsprozess die Auswahl der gewünschten und machbaren
Landschaften zu treffen und dann unter der fachlichen Leitung der Garten-
und Landschaftsgestalterin Anja Maubach die Umsetzungsplanung vorzunehmen.
Einstimmig sind für die Realisation auf dem Schulgelände von dieser
Gruppe ausgewählt worden:
· die steinig karge Osterinsel Rapanui für den schmalen Streifen
an die Sportwiese anschließend bis hin zum Gehweg Lewitstraße,
· das Mittelrheintal mit einem Stückchen Weinberg und einer
Obstbaumwiese für das abfallende Gelände links neben der Haupteingangstreppe
Schorlemerstraße,
· das japanische, opulent grüne Yakushima hinter dem Kunsttrakt
des Hauptgebäudes,
· das mediterrane Cilento/Val di Diano für die wärmste
Stelle des Geländes überhaupt, nämlich zwischen dem Hauptgebäude
und dem ersten Pavillon,
· und die Kurische Nehrung zwischen dem zweiten und dritten Pavillon.
Das Entscheidende dieser abwägenden und gestaltenden Gespräche
nun war die Entwicklung einer Umgehensweise mit dem Blick auf das Ganze:
das Ganze der Schulanlage, das Ganze des Schulalltages mit all seinen Menschen,
das Ganze des künstlerischen Entwurfs, um damit den Blick auch auf
die zukünftige Entwicklung dieser Schule zu richten.
Nun war von vornherein klar, dass sich mit dem vorhandenen Kostenrahmen
tatsächlich nur drei der fünf Bereiche vollständig realisieren
lassen. Grundsätzlich wäre es tragbar, dass die weiteren gewünschten
zwei Bereiche mit deutlicher Verzögerung oder aber gar nicht umgesetzt
werden. Doch vereinigt der bereits erwähnte Blick auf das Ganze alle
überzeugenden Vorteile der vollständigen Umsetzung für die
Schule sowie für die künstlerische Dimension des Kunstwerkes in
sich. Mit anderen Worten: Es gibt eine Möglichkeit, alle "fünf
Landschaften" zu realisieren!
Nämlich dann, wenn zusätzliches Geld für die zwei weiteren
Bereiche gefunden und gesammelt werden kann.
Die Grundidee dabei ist, das benötigte Geld nicht als momentane Spende
zu denken und zu erbitten - dies tun wir in Situationen der Not -, sondern
als Geschenk an uns selbst, an unsere Kinder, also als ein großzügiges
Weitergeben von lebendigem Wissen sowie von Pflanzen und Landschaftsgestaltung
an die kommende Schüler- und Lehrergeneration am Cecilien-Gymnasium.
Als besonderen Aspekt für dieses ungewöhnliche und neue Vorgehen
hat der Künstler eingebracht, dass jeder, der die Umsetzung der "Fünf
Landschaften" finanziell unterstützt, einen von ihm gestalteten
und signierten Anteilsschein erhält, man daher gewissermaßen
auch Teilhaber am Kunstwerk wird.
Benötigt werden etwa 24.000 EUR.
Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, jetzt eine fund-raising
Veranstaltung zu organisieren. Auch deswegen zu diesem Zeitpunkt, um reale
Chancen zu haben, im Zeitplan der Bodenvorbereitungen und Pflanzzeiten zu
bleiben, die das voranschreitende Jahr vorgibt.
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